Wenden

… denn irgendwann müssen wir mal wieder zurück!

Um dem Board eine neue Richtung zu geben gibt es verschiedene Techniken. Sie tendieren von einfach bis spektakulär.

Die einfachste Methode ist es natürlich mit weit ausholenden, einseitigen, wiederholten Bogenschlägen (Also das Paddelblatt im weiten Bogen um  sich herum zu führen) eine weite Kurve zu fahren. Das erlaubt allerdings keine engeren und schnellen Richtungswechsel.

Daher sollte man diese beiden Manöver, die effektiver sind, mehr Spaß bringen und spektakulärer aussehen, versuchen zu lernen:


Crossbow Turn

Dies ist die sicherste Art sein Brett zu wenden. Denn man hat fast die gesamte Zeit das Paddel im Wasser, was viel Stabilität gibt.

Das Manöver kann aus der Fahrt oder aus dem Stand durchgeführt werden. Die Haltung oder die Standposition muss hierfür nicht verändert werden.

Hier die Beschreibung einer Rechtskurve. Für Linkskurven gilt es natürlich spiegelverkehrt 😉

  • Du paddelst auf der linken Seite
  • Aus der heraus Fahrt drehe Deinen Oberkörper, ohne den Paddelgriff zu ändern, mit dem Paddel über Wasser, zur rechten Seite
  • Setze das Paddel so weit wie möglich zum Heck hin ein
  • Führe das Paddel im weiten Bogen vom Heck zum Bug… das Board dreht sich
  • Wenn das Paddelblatt am Bug ist, lupfst Du es drüber und führst den Bogenschlag so weiter, bis der Bug in die gewünschte Richtung zeigt.

Fertig!

Nicht schwer und mehr als 2 – 5 mal üben, dann dürfte der Crossbow Turn sitzen!

Hier noch mal als Video von starboard:

 


Step Back Turn

Der Step Back Turn ist noch schneller in der Drehung und vor allem muss man nach dem Turn das Board nicht aus dem Stillstand wieder beschleunigen, sondern es behält mehr Geschwindigkeit. Daher ist er in Rennen und auch in der Welle unabdingbar. Allerdings ist er kein Manöver, dass man nach dem zweiten Tag auf dem Wasser lernt oder lernen muss.

Übrigens: Wenn man von Piviot  Turn oder Kick Turn spricht, meint es das gleiche Manöver.

Übungen

Bevor man anfängt den Step Back Turn zu üben, sollte man gelernt haben, sich auf dem Board zu bewegen. Idealerweise mit dem Cross Step, also auf der Mitte des Bretts nach vorne und hinten zu gehen. Cross Step heißt es, weil mit den Füßen übereinander kreuzt. Man kann allerdings auch mit einem Fuß an den anderen Ziehen und dann den anderen nach hinten versetzen. Das ist aber langsamer und wackliger.

Die erste Übung ist nun also, dass man aus der Fahrt nach hinten geht und dabei immer im sogenannten Surf Stand, also mit einem Fuß hinten quer und ein Fuß weiter vorne diagonal, steht. Wie weit man nach hinten geht hängt von dem Volumen und der Länge des Boards ab. Du gehst also so weit zum Heck, bis der Bug sich deutlich nach oben aus dem Wasser bewegt. Du bleibst in der Position am Ende, das der Fuß hinten steht auf der Seite auch das Paddel ist.

Tipp: Behalte den Oberkörper im Gewicht zum Bug hin.
Das verhindert, dass das Board unter den Füßen nach vorne schisst und man nach hinten ins Wasser fällt.

Um wieder nach vorne, in die bekannte Parallel Standposition zu kommen, gehst in der gleichen Technik, Gewicht nach vorne geneigt, zum Bug.

Tipp: Wenn Du das Paddel dabei ins Wasser bringst zum Paddelschlag, bekommst Du mehr Stabilität.

Übe das immer wieder… nach den ersten 5 – 10 Übungen merkst Du, dass Du Dich dabei immer sicherer fühlst und Du genau weißt, wie weit Du zum Heck gehen kannst, ohne ins Wasser zu fallen.

Der Turn

Wenn Du in der o.g. Übung sicher bist, wird der Rest nun leicht von der Hand gehen.

Du gehst zum Heck, wie oben beschrieben. Dann setzt Du das Paddel so weit es geht am Bug ins Wasser und ziehst es mit einem kräftigen Bogenschlag – je weiter der Bogen, umso schneller drehst Du – zum Heck. Fertig! Und mit einem weiteren Paddelschlag gehst Du wieder wieder in die Standposition.

Anfangs wirst Du etwas zaghafter den Bogenschlag machen und vielleicht zwei Bogenschläge benötigen. Aber schnell wirst Du sicherer und schaffst es mit einem Bogenschlag.

Hier das Video von Red Paddle Co:


Willkommen als SUPler!