Der Wahnsinn und das Markenrecht

… und was es real bedeutet!

(Ein Kommentar)

Bis 2017 gab es fast keinen Hersteller von SUP Boards, die nicht ein Board mit dem Namen Explorer im Programm hatte. In 2018 sieht es nun ganz anders aus:

Aus den Explorern wurden, oftmals baugleich, Touring, Voyager, Glide oder ähnliches. Warum?

Eine Handelsgesellschaft aus Kiel hat die Wortmarke für sich eintragen lassen, speziell für SUP. Dabei ist besonders die Marke Explorer schon einmal eingetragen gewesen und ist 2002 wieder gelöscht worden. Denn nicht nur im SUP ist dies ein fester Begriff geworden, auch in der IT steht Explorer für Datei-Manager und Browser.

Nun wird kaum jemand von einer SUP Marke Explorer bisher was gehört haben. Dies liegt daran, dass es zwar iSUP der Firma gemäß der Website gibt, sie aber nur dort angeboten aber nirgends beworben werden. Vielmehr werden Hersteller und Shops abgemanht. Hier scheint das eigentliche Geschäft in diesem Markenstreit zu liegen. Diese Handelsgesellschaft zeichnet sich werder durch ein Verhalten aus, welches den Sport fördert, noch deutet ihr Vorgehen auf ein seriöses Produkt hin.

Und ehrlich: Glaubt der Markeninhaber allen Ernstes, dass Menschen bei jemanden ein SUP kaufen, der die Branche mit Abmahnungen überzieht? Hier wird Markenschutz in unsere Meinung missbraucht!

Daher sind auch wir z.B. gezwungen die Boards mit dem Namen Explorer oder ähnlich, die wir noch im Geschäft haben, bis zum 1. Mai abzuverkaufen. Wie zum Beispiel den Gun Sails Explor’AIR 11’4

Einige in der Branche gehen über Patent- & Markenanwälte dagegen vor. Aber bisher mit nicht ausreichendem Erfolg.

Des einen Leid, des anderen Freud: Ihr findet nun also bis Ende April interessante Angebote für Touringboards zu unschlagbaren Preisen.

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